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Erlebnisgarten und Spielplatz – Toben erwünscht!

Diese Wanderung hatten wir im Rahmen des Ferienprogramms ausgeschrieben. Gemeinsam fuhren wir mit Bahn und Bus nach Kirchensittenbach. Dort angekommen, wanderten wir entlang des Sittenbachs bis zu einem Spielplatz, auf dem sich die Kinder erst einmal nach Herzenslust austoben konnten.

Ein Bach schlängelte sich durch den Spielplatz: Einige Kinder begannen sofort, ihn zu stauen, während andere das Klettergerüst erklommen. In dem Geflecht aus dicken Nylonseilen waren gemütliche „Nester“ eingebaut, in die sich die Kinder setzten und uns von oben beobachteten.

Nach einer Weile wanderten wir weiter zum Erlebnisgarten. Das Klangspiel wurde sofort entdeckt – begeistert wurde darauf gehämmert, auch wenn dabei keine erkennbare Melodie entstand. Mit den bereitgestellten Eimern und Schalen schleppten die Kinder Sand herbei, um den Bach zu stauen, und verstärkten die kleinen Dämme mit Steinen. Natürlich wurde anschließend alles wieder ordentlich aufgeräumt.

Danach schauten wir uns die Kräuterschnecke an. Ich erklärte die verschiedenen Pflanzen, und gemeinsam probierten wir, wie die Kräuter schmecken. Besonders spannend war der Bienenkasten: Ganz vorsichtig öffneten wir den Deckel, um die Bienen hinter Glas zu beobachten. Alle verhielten sich ruhig, damit die Bienen nicht nervös wurden. Außerdem entdeckten wir einen kleinen Hügel mit weißen Steinen – dahinter verbarg sich, gut geschützt hinter Glas, ein Schlangennest.

Auf dem Weg Richtung Kühnhofen legten wir an einem Rastplatz eine Pause ein und stärkten uns mit unserer Rucksackverpflegung. Anschließend verließen wir den Radweg und wanderten auf einem schattigen Pfad hinauf in den Wald. Am Wegesrand zeigte uns Siggi verschiedene Pilze, und auch Brombeeren wuchsen reichlich – davon wurde ordentlich genascht.

Zum Abschluss erreichten wir den Fuchsauweg. Die Kinder schaukelten, ließen Murmeln über die Murmelstation rollen und beobachteten in einer Kurve Kühe, die sich dicht unter einem Baum im Schatten drängten. Gegenüber stand ein Baum, dessen Ast wie eine Sitzbank gewachsen war. Allerdings hatten immer nur zwei Kinder gleichzeitig Platz – das dritte musste kurz schmollen.

An einer Scheune maßen wir die Größe der Kinder, und auf der Rückseite waren bunte Schmetterlingsflügel aufgemalt. Nacheinander stellten sich die Kinder davor und wurden fotografiert – bunte Schmetterlingskinder!

In der Ortschaft entdeckten wir einen Kasten mit der Aufschrift „Schau mal rein“. Darin lagen Kinderbücher und Spielzeug – wir schauten neugierig hinein, nahmen aber nichts mit. Um die Ecke, an der Hauptstraße von Kühnhofen, wartete dann noch eine besondere Überraschung: eine Eisstation eines Bauernhofs. Wir stöberten durch die Sorten in der Kühltruhe, und ich spendierte den Kindern ein Eis. In einem nahegelegenen Pavillon löffelten wir unser Eis genüsslich.

Eine letzte Anstrengung stand noch bevor: der Weg über den Michelsberg zurück zum Bahnhof Hersbruck. Die Kinder – und auch die Eltern – meisterten die Strecke sagenhaft gut. Alle waren sich einig: Die Wanderung war ein voller Erfolg und hat richtig Spaß gemacht.

Eure Waltraud